Zirbe

Posted on 01/01/2014

Zirbe

Jahrhundertelang wurde die dunkle Zirbe gezielt geschlägert, um Weideland für das Almvieh zu gewinnen. Die lichtdurchlässigen Lärchen ließ man stehen. Da die Zirben langsam wachsen, wurden sie kaum forstwirtschaftlich angebaut. Dies, obwohl das Holz zahlreiche positive Eigenschaften aufweist. Nicht zuletzt zeigt es sich im Hochgebirgsklima selbst im Außenbereich als recht dauerhaft. Meist bleibt das Holz aber im Korsett rustikaler Formgebung eingezwängt. Die Zirbe ist eine der wenigen heimischen Holzarten, die einen signifikanten, aromatischen Duft aufweist, der lange erhalten bleibt. Zirbenholz ist leicht und weich (Darrdichte 400 kg/m³, Brinellhärte 15 N/mm²) und sehr gut zu bearbeiten, die Festigkeitseigenschaften sind mäßig gut. Hingegen ist das Schwindmaß gering. Es lässt sich gut spalten und gut schnitzen. In relativ frischem Zustand schützt Zirbenholz vor z.B. Motten und Schaben. Weiters zeigen Schneidbretter aus Zirbenholz die höchste antibakterielle Wirkung diesbezüglich untersuchter heimischer Holzarten. Zirbenholz wird wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit gerne für Holzschnitzarbeiten verwendet, ebenso für Bauernstuben mit profilierten und geschnitzten Verzierungen. Weiters wird die Zirbe allgemein für Möbel, Einbauten, Wandverkleidungen und Vertäfelungen in „alpenländischem Stil“ verwendet und dazu auch zu Furnieren verarbeitet.