Esche

Posted on 08/01/2014

Esche

Von den eschenen Schäften für Speere, Hacken und Steinäxte im Neolithikum führte die Entwicklung zu den Stielen von Hämmern, Pickeln und Schaufeln von heute. Erfahrene Werkleute wissen, dass die Jahrringe „stehend“ angeordnet sein sollten, sodass die ringartigen „Augen“ seitlich liegen. Dies verringert die Gefahr des Aufspaltens in Längsrichtung als Folge heftiger Schubkräfte. Für den Wagenbau war das feste und doch elastische Eschenholz ideal, was sich bis in die ersten Automobilkarosserien fortsetzte, aber, wie in der Skiproduktion, längst von anderen Materialien abgelöst wurde. Mit einer Darrdichte von 670 kg/m³ gehört Eschenholz zu den eher schweren und harten Hölzern (Brinellhärte 38 N/mm²). Es ist ein zähes und elastisches Holz. Die Bearbeitung erfordert nur mäßigen Kraftaufwand. Unter Lichteinfluss wird weißes Eschenholz gelblich. Um eine verdunkelnde Schattenwirkung zu vermeiden, ist bei grobporigen Hölzern zur Oberflächenbehandlung eine Porenfüllung ratsam. Eschenholz ist anfällig für Pilze (Dauerhaftigkeitsklasse 5) und tierische Schädlinge, die Tränkbarkeit ist mäßig. Das helle Holz ist besonders geeignet für dekorative Furniere, Fußböden (Parkettriemen, Fertigparkett), Treppenstufen, Bugholzmöbel. Wegen seiner guten mechanischen Eigenschaften wird es für Sportgeräte (Barrenholme, Ruder, Sprossenwände), Werkzeugstiele (Hammer- und Axtstiele, Speichen, Leitern), im Gestell- und Gerätebau und im Musikinstrumentenbau (Schlagstöcke) verwendet.